Renaissance Musik mit Aktualitätsanspruch

ist ein Ensemble aus ehemaligen Studierenden der Hochschule für Musik Nürnberg, das die Musik um 1600 neu beleuchten möchte. Der Begriff Consort – ursprünglich eine Bezeichnung für Ensembles gleichartiger Instrumente in unterschiedlichen Lagen – findet hier seine vokale Entsprechung mit 4 bis 6 Sänger*innen. Je nach Programm wird das Ensemble punktuell durch Instrumente wie Theorbe oder Orgel erweitert, im Zentrum steht jedoch die a cappella-Klangkultur.

Bereits während ihres Studiums sangen die Mitglieder in vielfältigen Formationen zusammen, unter anderem im Kammerchor der Hochschule unter Prof. Peter Dijkstra. Heute versteht sich Generation XVI als musikalisches Kollektiv, das künstlerische Entscheidungen gemeinsam trifft – ein demokratisches Modell, das sich im offenen Austausch, in geteilten Verantwortlichkeiten und im gemeinsamen Ringen um Klangideale widerspiegelt. Mit seinem Namen verweist das Ensemble bewusst auf heutige Bezeichnungen wie Generation X, Y oder Z und macht deutlich, dass Identitätsfragen, Generationenkonflikte und Werteverschiebungen zu jeder Zeit ein Thema sind.

Im Fokus steht die Musik einer Epoche, in der musikalische Traditionen aufbrachen, visionäre Ausdrucksformen entstanden und Stilwelten aufeinander prallten. Generation XVI liest diese Zeit des Umbruchs im Spiegel der Gegenwart: Jedes Programm befragt, was diese „Alte Musik“ über unsere heutigen gesellschaftlichen Dynamiken, Konflikte und Sehnsüchte erzählen kann.

Das Ensembles zeichnet sich aus durch eine ausgeprägte Experimentierfreude mit Klangbildern und Hörgewohnheiten, die Suche nach ungewöhnlichen Konzertformaten, sowie die Lust, lange vergessene oder selten gesungene Kompositionen ans Licht zu holen. Generation XVI schlägt damit eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart – und lädt das Publikum ein, Renaissance und Frühbarock nicht als historische Artefakte, sondern als lebendige, dringliche Musik unserer Zeit zu erleben.

Das Vokalconsort Generation XVI

Stabant Matres

Ein Konzert über Mutterschaft, Verantwortung und Verlust

Weinlaune, Schnapsideen & Liebesrausch

Unterhaltungsmusik der Frühen Neuzeit

Nicht erst seit der frühen Neuzeit gehörten Rausch, Genuss, Musik und Tanz untrennbar zusammen, auch wenn die damaligen Lieder heute wohl nicht mehr als „Party-Musik“ durchgehen würden.

Zwischen feinsinnigem Humor und derber Direktheit, Renaissanceharmonik und Schunkelrhythmus, erzählen die Stücke von Ale und Beer, vom gemeinsamen Becherheben in lateinischer Gottesdienstparodie und von durchzechten Nächten samt Kater am Morgen.

„Ein fesselndes a-capella Ensemble, das sich besonders für die Musik des 16. Jahrhunderts engagiert. […] jeder Ton [ist] genau gestaltet und die Harmonien sind bis zur Lupenreinheit geklärt. […] [Sie] verbinden Transparenz und Wohlklang zum spannenden Erlebnis.“
— Erlanger Nachrichten